Für die Generation Y ist es selbstverständlich sich in sozialen und virtuellen Netzwerken zu bewegen. Plattformen wie Facebook, studivz, LinkedIN oder Xing sind ein Muss. Während sich die Generation ihrer Eltern noch mühsam durch Ratgeber und Seminare über erfolgreiches Netzwerken quält, netzwerkt die neue Generation einfach. Netzwerke und die Nutzung dieser sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Ohne jede Schwierigkeit.

Aufgewachsen mit dem Bewusstsein, dass wir in einer kleinen übersichtlichen Welt leben, in der sich jeder um maximal 5 Ecken kennt, bewegt sich diese Generation in sämtlichen Lebensfragen in Chats oder Netzwerken. „Wenn ich etwas nicht weiß, dann wähle ich den Telefonjoker.“ Ich muss nicht jede Antwort kennen, es genügt jemanden zu kennen der die Antwort kennt. Das gibt Sicherheit, Selbstbewusstsein.

Wer ein großes Netzwerk hat, sei es virtuell auf einer Plattform oder real, hat eine große Wissensmacht hinter sich stehen. Jemand hat als Teil des großen Netzwerks dank neuer Medien zu jeder Zeit eine Antwort. Rein nach dem Motto: Kontakte schaden nur dem der keine hat. Und sicher gibt es Nachteile der virtuellen Netzwerke. Zu viel Zeit wird mit unnötigen Informationen totgeschlagen. Zu viel Information, zu viel Information über sich selbst, ja sogar gefährliche Information. Das ist die dunkle Seite. Die jungen Leute nehmen nicht mehr am realen Leben teil.

De facto sind sie nicht in Facebook, sie sitzen auf einem Stuhl vor einer grauen Kiste. Die Generation Y hat hierfür jedoch ein anderes Bewusstsein. Und nach den ersten schmerzlichen Beispielen, indem Identitäten im Netz missbraucht wurden, Cyber-Mobbing junge Leute nicht nur krank sondern in den Selbstmord getrieben haben ist ein Trend festzustellen, dass man vorsichtiger wird. Jemanden wirklich zu kennen und nicht nur im Netz als Kontakt zu führen bekommt einen neuen Wert.

Nichtsdestotrotz hat die neue Generation ein Selbstverständnis entwickelt, dass sie zum einen mit Hilfe neuer Medien immer und überall mit allen Menschen dieser Welt in Kontakt treten können. Das geballte Wissen dieser Netzwerke stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein. Netzwerken fällt ihnen nicht schwer. Netzwerken ist für sie das natürlichste der Welt und selbstverständlich. Sie arbeiten daher anders, schneller und haben diese Ansprüche auch an ihren künftigen Arbeitgeber: „Schaff mir ein Umfeld, in welchem Chatten, Facebook und Trainee-Stammtische etabliert sind! Es wird nicht zu deinem Schaden sein, lieber Arbeitgeber.“